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1961–2011: 50 Jahre PTV – 50 Jahre Engagement

Die Pensionskasse der Technischen Verbände SIA STV BSA FSAI USIC zeichnet sich seit ihren Anfängen durch innovative Lösungen, individuelle Beratung und grosses Engagement für ihre Mitglieder aus. 50 Jahre nach ihrer Gründung ist sie ihren Werten treu geblieben: Eine sichere, ausbaubare und individuelle Berufsvorsorge zu vorteilhaften Bedingungen anzubieten.

Den 50. Geburtstag feiert die PTV mit verschiedenen Höhepunkten. Diese Seite begleitet Sie im Jubiläumsjahr und hält Sie auf dem neusten Stand. Nicht nur zur Vergangenheit, sondern auch zur Gegenwart und Zukunft der PTV.

Von der Fürsorgestiftung zur Pensionskasse
Innovation zu Gunsten der Versicherten
Kontinuierliches Wachstum
Klein, risikoarm und unabhängig
Langsame Entwicklung des Sozialstaates
Berufliche Vorsorge auf privater Basis

Von der Fürsorgestiftung zur Pensionskasse

Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverband (SIA), der Schweizerische Technische Verband (STV) und der Bund Schweizerischer Architekten (BSA) gründeten am 30. März 1961 die «Schweizerische Fürsorgestiftung für die Technischen Berufe» als unabhängige Stiftung. Zu Anfang ist es eine reine Sparkasse, verbunden mit einer Risikoversicherung. In ihrem ersten Jahr hat sie 147 Versicherte.

Heute bietet die Pensionskasse der Technischen Verbände (PTV) als Selbsthilfeorganisation ihren Verbandsmitgliedern eine sichere Vorsorge zu attraktiven Bedingungen. Es sind über 2500 Firmen mit mehr als 11‘450 Versicherten angeschlossen. Die Kasse ist im Register für die berufliche Vorsorge des Kantons Bern eingetragen und untersteht der Aufsicht des Amts für Sozialversicherungen des Kantons Bern.

Innovation zu Gunsten der Versicherten

Die PTV hat von Anfang an auf innovative Lösungen für ihre Mitglieder gesetzt. Die Gründung 1961 erfolgte mehr als 20 Jahre vor der Einführung der obligatorischen 2. Säule. Schon 1985 gewährte sie die volle Freizügigkeit, 10 Jahre vor dem gesetzlichen Obligatorium. Bereits 1993 wandelte sie die Witwenrente in die Ehegattenrente um, und sie war eine der ersten Pensionskassen der Schweiz, welche 1999 die Lebenspartnerrente einführte.

Die Überschussbeteiligung ist schon lange instiutionalisiert, und dass die Mitglieder bereits seit 1980 die ersten 10 Jahresrenten als Kapital beziehen können, ist ein weiteres Zeugnis ihrer Innovationskraft. Die Philosophie der PTV ist seit ihrer Gründung gleich geblieben: Ihren Mitgliedern eine individuelle, ausbaubare und sichere Berufsvorsorge zu vorteilhaften Bedingungen anzubieten.

Kontinuierliches Wachstum

Was mit knapp 150 Versicherten begann, ist eine Erfolgsgeschichte. Im Laufe der Jahre stiessen weitere Verbände zur PTV: Der Verband Freierwerbender Architekten FSAI (1968), der Schweizerische Automatikpool SAP (1997) und die Schweizerische Vereinigung beratender Ingenieurunternehmungen USIC (2007). Die Mitgliederzahlen stiegen kontinuierlich. Einzig 1995 gab es einen leichten Rückgang bei den Versicherten. Und nur einmal, in einem schwierigen Umfeld im 2008, musste eine Unterdeckung (94.2%) verzeichnet werden.

Die Kasse steht heute mit einer Bilanzsumme von mehr als 1,7 Milliarden Franken finanziell gut da und gehört zu den Pensionskassen mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis der Schweiz.

Klein, risikoarm und unabhängig

Die PTV ist keinen Aktionären verpflichtet, sondern nur ihren Verbandsmitgliedern. Dadurch ist klar, dass sie keine grossen Risiken eingeht und eine konservative Anlagestrategie hat. Dies kommt ihren Mitgliedern bei den tiefen Prämien und den überdurchschnittlichen Leistungen zugute. Zudem spielt auch der Solidaritätsgedanke, wie Stiftungspräsident Peter Bucher erklärt: «Bei uns verteilt sich etwa ein Invaliditätsfall auf über 11’000 Versicherte, da werden nicht einfach die Prämien einer einzelnen Firma erhöht.»

Langsame Entwicklung des Sozialstaates

Die Entwicklung des Schweizerischen Sozialstaates begann erst spät und ist geprägt durch Zurückhaltung des Staates – im Gegensatz zu anderen Modellen im Ausland. Dadurch blieb bei der Vorsorge Raum für private Lösungen. Erst 1948 wurde die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) eingeführt, 1960 kam die Invalidenversicherung. Seit 1972 existiert der Verfassungsartikel zur beruflichen Vorsorge (3-Säulenprinzip), das gesetzliche Obligatorium folgte jedoch erst 1985.

Berufliche Vorsorge auf privater Basis

Verschiedene politische Vorstösse zur Einführung einer Alters- und Hinterlassenenversicherung gab es seit der Jahrhundertwende. Ein Bundesgesetz kam 1931, scheiterte aber in der Volksabstimmung. In verschiedenen Kantonen existierten freiwillige oder obligatorische Altersversicherungen. Die berufliche Vorsorge hat sich seit dem Ersten Weltkrieg stark entwickelt. Waren Vorsorgeeinrichtungen bis dahin noch weitgehend unbekannt, verzeichneten sie vor allem in der Zwischenkriegszeit einen starken Anstieg. Begünstigt wurde diese Entwicklung einerseits durch das Fehlen einer staatlichen Altersversicherung, andererseits durch grosszügige Steuervergünstigungen, die 1916 vom Bundesrat eingeführt und sowohl in den 1930er wie auch den 1940er Jahren erneuert wurden.

Pioniere bei den Krankheitsversicherungen und Altersrenten waren in der Schweiz vor allem die grossen Unternehmen. Ab den 1960er Jahren bauten sie Versicherungen auf, die für ihre Arbeitnehmer und deren Familien Leistungen vorsahen, die der Staat nicht ausrichtete. Aber auch ausserhalb der grossen Unternehmungen gab es Pioniere: etwa die Gründer der «Schweizerischen Fürsorgestiftung für die Technischen Berufe».